Montag, 10. Oktober 2011

Christoph vs. Jaime Lannister

Jetzt komme ich endlich dazu zumindest kurz nachzureichen, was es denn nun mit dem Geschenk genau auf sich hatte. Da ich unfähig war mir was Nettes zum Geburtstag der allerschönsten Hutfrau auszudenken und alle Versuche das Postsystem zu durchschauen bislang scheiterten, entschloss ich mich am Ende einfach mich selbst zu verschicken. Der allerschönsten Hutfrau suggerierte ich, dass ein ganz tolles Geschenk, jedoch konventionell auf dem Postweg, zu ihr unterwegs sei. So konnte ich die Information erschleichen, ob sie am Wochenende in Bamberg sei oder nicht.
Mit diesem Wissen hab ich mir für Freitag-Abend nach der Tagung ein Ticket über Nürnberg bis Bamberg und für heute wieder zurück nach Prag gekauft.

Die Überraschung gelang. Mit verstellter Stimme wurde ich als vermeintlicher Paketbote vorstellig und gelangte so bis vor die Wohnungstür der bereits im Zu-Bett-geh-Modus befindlichen, bis zu diesem Augenblick völlig ahnungslosen, allerschönsten Hutfrau!

War also die letzten beiden Tage wieder im guten alten Bamberg. Weil mir nicht ganz geheuer bei der Idee war hab ich mit niemanden drüber gesprochen, hab die Wohnung kaum verlassen. Denn wenn jemand realisiert hätte, dass ich in Bamberg bin, dann hätte am Ende ich SELBST realisiert, dass ich schon wieder in der Heimat bin. So aber hab ich einfach ignoriert, wo ich bin und mich auf das "mit wem" konzentriert. Ein bisschen verwirrend war es aber schon, eigentlich war ich ja davon ausgegangen Bamberg bis Weihnachten nicht mehr zu sehen... und gerade jetzt so rückblickend, weiß ich nicht ob mir die beiden letzten Tage in Bamberg oder die beiden Wochen davor in Prag surrealer erscheinen sollen...

Aber, um es mal mit unser aller (Zweit-)Lieblings-Lannister zu sagen "The things I do for love..."

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