Dienstag, 1. November 2011

Christoph vs. excessive linking

Es ist vollbracht:


Alle. Unterschriften. vereint.


Das erfüllt mich mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit und hohen Triumphes. Morgen geht der ganze Mist mit der Post raus! Mehr gibt es zu heute eigentlich nicht zu sagen :)

Außer vielleicht, dass mein kleiner Vortrag zum Nibelungenlied wohl erst nächste Woche stattfindet, wobei ich das Seminar auch heute schon (Minnesang, Gottfrieds Literaturexkurs) ziemlich monopolisiert habe... manchmal fühl ich mich da ja gar nicht wohl bei, aber ich finde das immer zuuuuu unangenehm, wenn das GAR keiner was sagt und alle nur ratlos gucken... und ich kann da schon immer was zu sagen... fragt sich halt, wie klug das dann immer ist. Naja...

Im Tschechisch-Kurs haben wir ausführlichst Adjektive geübt, was auch bitter nötig war. Der Test ist ganz gut gelaufen, hab nur nen Haufen Leichtsinnsfehler gemacht, das ärgert einen dann doch...

Zwischenrein war ich mit dem Herrn Philosophen vom Stammtisch in einer Kneipe zu einer vergnüglichen Diskussion über Kommunismus, Deutsche Politik und Hannah Arendt. Wie immer sehr anregend und ich hab ein tolles neues Bier entdeckt: Bernard. Mit richtigen Bernhardinern im Wappen! Nur vollgeraucht war es da wieder... alles stinkt und dieses urrrrrks-Gefühl im Rachen, wo der Passivrauch sehr aktiv reinkriecht... äkälich!

Nur der Stammtisch heute abend war dann nicht so dolle... war eine andere Kneipe, weniger Leute d.h. v.a. viele Leute von den letzten beiden Wochen nicht da. Die erste Stunde war ich der einzige, der kein Tschechisch sprach, was ein bisschen anstregnend war, wenn man sich dann immer auf deutsch dazwischen drängen zu müssen. Lustig war nur die Anekdote eines Tschechen der erzählte, dass er in Deutschland einem Mädchen ein aufrichtiges Kompliment machen wollte, sich aber idiomatisch Vergriff, als er ihr versicherte:"Im breitesten Sinne des Wortes hast du eine sehr gute Figur."
Aber ansonsten blieb es irgendwie eher lahm...
Zum Glück war ich nicht der Einzige, der das so sah und so geriet der vergleichsweise frühe Heimweg mit meinem Waschmaschinenretter und seiner Freundin ins wunderhübsche Wohnheim zum nettesten Teil des Abends... ;-)

So zur Erweiterung meines kleinen Blog-Unterfangens hier, hab ich mir überlegt zwei kleine Kategorien jeweils am Ende einzuführen.

Erstens: "Was habe ich heute gelernt", weil am Ende bin ich ja doch hier um was zu lernen und in meinem angestrebten Berufsfeld geht es ja v.a. darum: Lernen, lernen, jeden Tag lernen. Aber keine Angst, ich begnüge mich mit einem bemerkenswerten (oder auch nicht) Detail, keinen dreien und ich fange auch nicht an Spielleute abzustechen und ihnen ihre Stiefel zu klauen oder Versicherungskaufleute zu vergiften (Ja richtig, irgendwo hier verbirgt sich eine sehr subtil versteckte SOIAF Anspielung...)

Als zweites: "Was höre ich gerade", weil das was ich gerade höre, einfach zu toll ist, um es nicht zu teilen!

Also:

Was habe ich heute gelernt?: Die fünf Stufen der Entstehung einer Rede (Officies) in der klassischen Rhetorik: Inventio, Dispositio, Elocutio, Memoria, Pronuntiatio/Actio! Solche Wissensbrocken zu verinnerlichen ist wichtig, das Rumspuckpotential zu späteren Gelegenheit ist ENORM!

Oh und ich habe gelernt wie man hier Links einfügt. Das wird mir - und euch - noch leid tun... ;) Man kann so viele schöne Dinge verlinken...

Was höre ich gerade?: Ich höre zu Musik gewordene Großartigkeit! Nichts geringes. Ein hochklassiges Ratespiel auf der Pinnwand meines jüngsten Bruders brachte mich dazu, mal wieder in Anais Mitchell's Konzeptalbum "Hadestown" von 2010 reinzuhören, das ich zum letzten mal vor etwa einem Jahr angehört habe, also kurz nachdem es rauskam... mir aber aus irgendwelchen Gründen nie gekauft habe... Narr, der ich war! Es handelt sich um eine Verarbeitung des Orpheus&Eurydike Stoffes im schönsten Americana-Stil. Mal mitreissender Gospel, mal leidenschaftliche Arie, mal schmissiger Country, oft einfach herzzerreissend aber immer schlicht und einfach großartig, alle reinhören! In der vielleicht großartigsten Nummer wird in einer Art Wechselgesang zwischen Hades und seinem Gefolge, mit Tom Waitseskem Geraune die ganze Paradoxie der US-amerikanischen Angstneurose seziert (ähnlich gut - wenn auch völlig anders - hat das bisher eigentlich nur Michael Moore geschafft).
Den Rest einfach zusammensuchen, in einer Playlist arrangieren und genießen. Es macht Laune, es kribbelt, es kracht, es schmerzt!

Hey little songbird, give me a song!
I'm a busy man and I can't stay long.
I got clients to call, I got orders to fill,
I got walls to build, I got riots to quell,
and they're giving me hell back in Hades.

Oh und morgen steht die midterm Klausur am CIEE an... ich sollte langsam anfangen zu lernen...

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